Peuerbacher Schlosstheater
Komödie im Dunklen   10. Jänner 2016
Theatergruppe
Blütenträume   20. Februar 2013

Wir wollen als offene und unabhängige Gemeinschaft unseren Beitrag zum Kulturleben in Peuerbach leisten, indem wir als Amateure (Liebhaber) zur Freude unseres Publikums und für uns selbst mit Lust und Liebe Theater machen. Dabei streben wir nach Qualität und ständiger Verbesserung.

Entstehung und Geschichte des Peuerbacher Schlosstheaters

Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts wird, mit Unterbrechungen, in Peuerbach Theater gespielt. Vor dem 1. Weltkrieg und besonders zwischen den beiden Weltkriegen gab es in vielen ländlichen Orten aktive Theatergruppen.
Gespielt wurde lustiges „Bauerntheater“: Stücke zum Schenkelklopfen, mangels anderer Unterhaltung, es gab kein Kino und kein Fernsehen, so war stets das Publikumsinteresse groß. In den Jahren vor und nach dem 2. Weltkrieg waren besonders drei Peuerbacher Persönlichkeiten im hiesigen Theaterschaffen aktiv: Schuldirektor Knoglinger, Kaufmann Fritz Kraus und Frau Cäcilia Henninger. Schillers „Kabale und Liebe“ und „Gräfin Mariza“ waren Höhepunkte: es wurde in einem richtigen Theater mit Bühne, dem „Vereinsheim“ in der Georg-von-Peuerbach-Straße gespielt. In den Jahren von etwa 1950 bis 1978 gab es in Peuerbach keine Theateraktivitäten.
Die Neugründung der „Theatergruppe Peuerbach“ im Jahr 1978 war der Beginn einer Kulturinitiative, die bis heute sehr erfolgreich Theater auf hohem Niveau anbietet.

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Wunderübung   31. Dezember 2017

Die Gründungsmitglieder 1978 waren:
   Dr. Friedrich Samhaber
   Frau Cäcilie Henninger
   Frau Maria Gamsjäger
   Frau Helga Standhartinger und
   Frau Roswitha Niedersüss.
Mit den Gründungsmitglieder und zwölf weiteren Akteuren wurde am 25. und 26. November 1978 „Das Konzert“ von Hermann Bahr aufgeführt.
Als Spielstätte fungierte damals und für viele zukünftige Jahre das Pfarrheim. Es war der Wille und die Entscheidung der Gründungsmitglieder, Theater auf „gehobenem Niveau“ anzubieten: " Bauerntheater " gab es und gibt es viele im Land.
Und im neu entstandenen Fernsehen gab es ergänzend dazu die " Löwingerbühne ". Hier eine Alternative anzubieten und auch einem kulturellen Bildungsauftrag

Genüge zu tun, wurde zur Leitlinie der neu gegründeten Theatergruppe.

Die Leitung der „Theatergruppe Peuerbach“ hatte von 1978 bis 2005 Dr. Friedrich Samhaber inne. 2008 wurde er von seinem Nachfolger Ernst Kraus zum Ehrenobmann vorgeschlagen und im Namen aller Mitglieder ernannt.
Dr. Friedrich Samhaber hat mit seinem unermüdlichen Einsatz und seinem reichen Wissen und Können eine überaus fruchtbare Ära unseres Theaterschaffens geleitet:
Der „Jedermann“ 1981 in der Pfarrkirche und 1991 auf dem Platz vorm Schloss sind unvergessen; das großartige Stück „Georg von Peuerbach“ schrieb er selbst und machte es zu einem der bemerkenswertesten Stücke unseres Theaterschaffens.


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Vorsicht Trinkwasser   15. März 2010

„Bunburry“, „Das Haus in Montevideo“, „Der eingebildete Kranke“, „Das Konzert“ sind weitere Beispiele großartiger Aufführungen unter seiner Leitung, die Darstellern und Publikum viel Freude bereiteten.
Ernst Kraus übernahm 2005 die Leitung der Theatergruppe Peuerbach. Selbst ein begnadeter Schauspieler und Musiker, hatte er bis dato in vielen Rollen geglänzt. Insbesondere mit seinen Nestroy-Darstellungen hätte er auf jeder Bühne der Welt auftreten können.
Nun inszenierte er, führte Regie, entwarf Bühnenbilder, organisierte den Betrieb mittels EDV – und spielte zusätzlich selbst auf der Bühne, die ihm die Welt bedeutete. Aus der „Theatergruppe Peuerbach“ wurde das „Peuerbacher Schlosstheater“.
Der neue Name resultiert aus der schönen neuen Spielstätte im Melodium, dem modernen Zubau des Peuerbacher Schlosses.
Es begann eine neue, sehr abwechslungsreiche Theaterzeit - sowohl was die Stücke angeht als auch die verschiedenen Regisseur(e)innen. Neben Ernst Kraus agierten Brigitte und Herbert Wiesinger, Manuela Schlagintweit und Brigitte Stoderegger in leitender Funktion.

„Meine Leiche, deine Leiche“, „Die Physiker“, „Außer Kontrolle“, Blütenträume“, „Konfusionen“, „Der Gott des Gemetzels“ sind Beispiele hervorragender Laien-Theaterkunst. 2012 inszenierte Ernst Kraus sein letztes Theaterstück. In Ferdinand Raimunds „Alpenkönig und Menschenfeind“ zeigte Ernst als Regisseur, Bühnenbildner und Schauspieler noch einmal sein ganzes Können. Seine Darstellung des Gutsbesitzers „Rappelkopf“ bleibt unvergessen.
Er starb am 17. April 2013, nach langen Leidensmonaten, in denen er in bewundernswerter Weise mit Tatkraft, Optimismus und Humor den letzten Akt seines reichen Lebens großartig meisterte.

Josef Wagner übernahm die Aufgabe, das „Peuerbacher Schlosstheater“ weiter zu führen. Als Chef der Bühnentechnik schon Jahre wertvolles und unverzichtbares Ensemblemitglied, trägt er nun das Erbe der Gründer weiter:
Theater mit Niveau zu machen, als kultureller Beitrag und zur Freude der Akteure und des Publikums in unserem schönen Peuerbach.

Logo Entwurf

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Fr. Gamsjäger
Maria Gamsjäger   ✞ 8.11.2020
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